Station 1 – Ruhlsdorfer Platz

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Schon lange, seit Bestehen der Stadt Teltow, befand sich an diesem Ort eine bedeutende Wegkreuzung. Hier bog die Landstraße, von Ruhlsdorf kommend, im weiten Rund nach Nordosten ab, um nach Giesensdorf und Berlin weiter zu führen. Aus der Stadt Teltow heraus kreuzte sie der Weg, den man in Richtung Osten nach Osdorf, Heinersdorf oder nach Großbeeren nahm. In noch älterer Vergangenheit, als die Stadt Teltow noch nicht existierte, lag das Terrain des Ruhlsdorfer Platzes inmitten eines Sumpfgebietes, welches aber gerade an dieser Stelle passiert, das heißt, überquert werden konnte.

Aus der Stadt Teltow heraus kreuzte sie der Weg, den man in Richtung Osten nach Osdorf, Heinersdorf oder nach Großbeeren nahm. In noch älterer Vergangenheit, als die Stadt Teltow noch nicht existierte, lag das Terrain des Ruhlsdorfer Platzes inmitten eines Sumpfgebietes, welches aber gerade an dieser Stelle passiert, das heißt, überquert werden konnte.

Ruhlsdorfer Platz (damals Hindenburg-Platz) 1934 oder 1935, Sammlung Heimatverein

Bei der Stadtgründung baut man nahe der Wegkreuzung das so genannte Berliner Tor, es stand nur ca. 100 Schritte entfernt in der heutigen Berliner Straße. Über eine Brücke gelangte man in die Stadt hinein.

Etwa 500 Jahre später, etwa um 1700 entstand hier am Ruhlsdorfer Platz die so genannte Teltower Vorstadt. Zuerst siedelte sich hier ein Krug mit Herberge an, er hieß „Weißer Schwan“. Nach ihm bauten sich die Müller der adligen Mühle und der Ratsmühle ihre Wohnhäuser in den nordöstlichen Bogen des Platzes. Ihre beiden Mühlen standen ja nur 200 Meter weiter an der Mahlower Straße. Ein weiterer Krug und ein Büdnerhaus folgten und vervollständigten dann noch diese Vorstadt.

Im Jahr 1888 fuhr das erste Mal die Straßenbahn von Lichterfelde nach Teltow, und einige Jahre später nach Stahnsdorf und bis an die Kleinmachnower Schleuse. Der Ruhlsdorfer Platz, zunächst Wendepunkt der Bahn, insbesondere aber Haltestation erhielt ein schmuckes Wartehäuschen und damit erhielt der Platz seinem Namen und seine Bestimmung, als ein Verkehrsknoten. Zu der Zeit der Wende ins 20. Jahrhundert wuchsen hier rundum mehrstöckige Häuser empor und andere repräsentative Gebäude, wie das Kaufhaus Lindemann oder die Gaststätte und Saal des „Weißen Schwans“. Der Platz erhielt eine eindrucksvolle Kulisse, die allerdings durch Kriegseinwirkungen größtenteils wieder zerstört wurde.

Trotzdem ist und bleibt der Platz der Eingang zur Altstadt und das Bild in seinem Hintergrund mit der St. Andreaskirche lädt ein, den schmucken Ackerbürgerhäuser und den alten Straßen und Gassen einen Besuch abzustatten.